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20 Jahre Forum Bildungspolitik in Bayern
Das Forum Bildungspolitik in Bayern hat am 14. Oktober sein 20-Jähriges gefeiert. Professor Nida-Rümelin hat bei der Veranstaltung im Bayerischen Landtag einen bemerkenswerten Festvortrag gehalten. Sie können ihn am Samstag, 22. Oktober um 22.30 Uhr auf BRalpha nachhören.
Sitzenbleiben abschaffen!
Nun ist es wieder soweit: Mehr als 50.000 bayerische Schüler, doppelt so viele wie etwa in Baden-Württemberg, werden mit dem Jahreszeugnis die Nachricht erhalten, dass sie ein Schuljahr wiederholen müssen. In den Familien werden sich Dramen abspielen, Kinder verfallen in Depressionen, die Kummertelefone laufen heiß.
In Bayern gibt es europa- und deutschlandweit die höchste Zahl an Sitzenbleibern, davon die meisten in den Jahrgangsstufen 8 und 9. Die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern e. V. (GyB) Ulrike Köllner kritisiert, dass pubertätsbedingte Schwierigkeiten durch frustrierendes, sinnloses und teures Sitzenbleiben verschärft werden. Stattdessen sollten den Schulen Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, die es ermöglichen, die Jugendlichen durch selbstgesteuertes Lernen und intensive Fördermaßnahmen aufzufangen.
Die Klassen in den Gymnasien bleiben überfüllt; ständiger Unterrichtsausfall mangels Lehrerreserve ist an der Tagesordnung. Selbst die Anzahl der gescheiterten Abiturienten des achtjährigen Gymnasiums ist durch die viel zu großen Kurse in den Abiturfächern übermäßig angestiegen. Das Sitzenbleiben aber lässt sich der Freistaat fast 300 Millionen Euro jährlich kosten - Geld, das in den Schulen an allen Ecken und Enden fehlt.
Angeblich führt das Sitzenbleiben zu größerer Homogenität der Lerngruppen – gleichwohl werden stets die Noten Eins bis Sechs vergeben. Angeblich bricht die Leistungsbereitschaft von Schülern völlig zusammen, wenn nicht am Ende die Klassenwiederholung droht. Aber in Ländern wie Japan, Schweden, Finnland, England gibt es kein Sitzenbleiben – und weder Lehrer noch Professoren oder Arbeitgeber in diesen Ländern verzweifeln an Leistungsunwilligkeit oder Inhomogenität. Empirische Untersuchungen haben keinerlei positiven Effekt der Klassenwiederholung gezeigt, weder für die leistungsschwachen Schüler noch für die leistungsstarken.
Ein gegenteiliger Effekt ist anzunehmen: drohende Klassenwiederholung als Disziplinierungsmittel vergiftet das Verhältnis zwischen Lehrkräften und Schülern.
Deshalb gibt es nur eine Konsequenz:
sinnlose Verschwendung stoppen, Sitzenbleiben abschaffen!
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Schluss mit dem Sparkurs bei der Bildung!
Gemeinsame Pressemitteilung der Gymnasialeltern Bayern mit dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband und dem Bayerischen Elternverband zur Einstellungssituation für Lehrer an bayerischen Schulen.
Lektüre für die Feiertage
Zeit zum Lesen? Dann hier eine kleine persönliche Auswahl an
Büchern für Eltern.
PISA 2009
Deutsche Schülerinnen und Schüler haben ihre Leistungen im PISA-Test 2009 vor allem in Mathematik und den Naturwissenschaften verbessert. Das freut uns Eltern, die wir jedes Jahr Nachhilfestunden im Wert von rund 1,5 Milliarden Euro finanzieren.
Mehr in der
Pressemitteilung
der Gymnasialeltern Bayern.
Erziehungsdiktatur in Bayern
Die bayerische Staatsregierung beharrt auf ihrem Auslesesystem und ihrer unsachlichen Polemik von der Einheitsschule. Schulversuche werden nicht genehmigt, auch dann nicht, wenn alle Betroffenen sie fordern. Mehr in der
Pressemitteilung
der Gymnasialeltern Bayern.
Nicht bei der Bildung kürzen!
Nun protestieren sie wieder. Die Studierenden geben symbolisch ihr letztes Hemd, weil die Finanzierung ihres Studiums keineswegs gesichert ist. Lesen Sie dazu die aktuelle Pressemitteilung
der Gymnasialeltern Bayern.
Offener Brief an die Bayerische Staatsregierung und CSU / FDP
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrter Herr Dr. Heubisch,
sehr geehrter Herr Dr. Spaenle,
sehr geehrter Herr Eisenreich,
sehr geehrte Frau Will,
sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger,
nachdem sich die bayerische SPD endlich dazu entschlossen hat, in der Bildungspolitik die Wünsche der bayerischen Bevölkerung ernst zu nehmen und für eine Gemeinschaftsschule eintritt, möchten wir wissen, weshalb die bayerische Staatsregierung wider jede Vernunft, wider jedes Plädoyer von Erziehungswissenschaftlern und Hirnforschern, und selbst wider die amtierenden Bürgermeister aus den eigenen Reihen ideologisch verbohrt an einem strikt gegliederten Schulsystem festhält. Und das, nachdem eben ein CDU-Ministerpräsident fulminant abgewählt wurde, der sich das gegliederte Schulsystem auf die Fahnen geschrieben hatte!
Das Minimum, was wir Eltern erwarten, ist, dass die Menschen vor Ort selbst über ihre Schule entscheiden dürfen, dass die Gemeinschafts- und Ganztagsschule wie in fast allen anderen Bundesländern als Angebot entwickelt wird, und wir nicht gezwungen werden, uns einem aus unserer Sicht kinder- und familienfeindlichen System zu unterwerfen. Und wir erwarten eine Modernisierung der Lehrerbildung sowie eine angemessene Finanzierung des gesamten Bildungssystems. Nicht Sonntagsreden oder hundert Lehrerstellen – Bildung als systemrelevante Größe!
Die FDP hat nichts, aber auch gar nichts von ihrem bildungspolitischen Programm umgesetzt. Die Verhältnisse in allen Schularten sind katastrophal (zu große Klassen, schlecht ausgebildete Lehrkräfte ohne jede Unterstützung, hohe Wiederholerzahlen, vergammelte Schulgebäude, veraltete Ausstattung,…), und uns Eltern wird noch nicht einmal eine demokratisch legitimierte Elternvertretung zugestanden, die unsere Interessen vertritt.
Eine Handvoll Funktionäre aus schulartspezifischen Eltern- und Lehrerverbänden, die unter anderem ihre eigenen Gehälter sichern wollen, will glauben machen, das gegliederte Schulwesen sei begabungsgerecht.
Dies kann nur aus einem einzigen Grund behauptet werden: weil Grundschule und übertritt falsch konzipiert sind.
Der übertritt darf nicht von Noten abhängig sein, damit die Grundschullehrerinnen und –lehrer unterrichten können, statt zu prüfen, zu prüfen und zu prüfen. Wenigstens in der Grundschule muss Zeit und Raum sein, jedes Kind eigenständig nach seinen Möglichkeiten lernen zu lassen und zu fördern, anstatt in dieser einzigen bayerischen Form der Gemeinschaftsschule Kinder mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen wie Soldaten mit einem einheitlichen Lehrplan und einheitlichen Büchern auf einen einheitlichen übertritt hin marschieren zu lassen. Die Lehrkräfte müssen sich dadurch zwangsläufig am Mittelmaß orientieren, am Durchschnittsschüler, und wer besser oder schlechter lernt, ist überfordert oder langweilt sich.
Natürlich ist es billiger, eine Lehrkraft vor bis zu 34 Kinder zu stellen und Frontalunterricht halten zu lassen als kleine Lerngruppen zu bilden und zusätzliches Fachpersonal zu beschäftigen.
Aber wir reden täglich mit anderen Eltern, mit Lehrkräften, mit Schülerinnen und Schülern, mit Studentinnen und Studenten – wer mit dem Bildungssystem irgendwie zu tun hat, und sei es als Großmutter, hat die Nase voll von diesem unterfinanzierten Aus- und Umsortierungssystem, das unsere Kinder kaputt macht.
Bewegen Sie sich endlich auf die Menschen in Bayern zu, anstatt Konzepte zu schmieden, die niemand haben will, wie Mittelschule oder Turbo-Gymnasium!
Finanzieren Sie Bildung statt Banken!
Mit freundlichen Grüßen
Ulrike Köllner
Vorsitzende
Bildungsstreik 2010
Auch 2010 finden bundesweit wieder Proteste für ein besseres Bildungssystem statt. In München gibt es ein Bildungscamp, außerdem am 9. Juni eine Großdemonstration mit Kundgebung, bei der die GyB-Vorsitzende Ulrike Köllner eine Rede hält.
Übertritt
Der Stress in der vierten Klasse der Grundschule wird immer größer. Nun soll es das Monitoring richten. Dabei wäre es so einfach: Druck rausnehmen durch Freigabe des Elternwillens. Hier unsere Pressemitteilung zum Übertritt.
Bildungsstreik
Der Q11-Bildungsstreik am 12. Februar war ein Erfolg. Hier meine Rede bei der Großveranstaltung in München.
SchülerInnen sofort entlasten
BLLV und GyB fordern bessere Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler der Q11. Näheres in der gemeinsamen Pressemitteilung.
Q11-Bildungsstreik
Die Schüler der Q11 in Bayern rufen zum Bildungsstreik auf. Am 12. Februar gibt es Protestmärsche in mehreren bayerischen Städten.
Kultusministerium fährt Oberstufe an die Wand
Was das Kultusministerium als Lösung der Probleme in der Q11 anbietet, ist ein Witz: Kreativfächer streichen, damit übervolle Stundenpläne eingehalten werden können. Auch sonst ist die Oberstufenreform in Bayern nicht an den Bedürfnissen der Schüler orientiert. Einzelheiten in der heutigen Pressemitteilung.
Bildungsstreik
Wir Eltern unterstützen den Bildungsstreik der Studierenden und der Schüler. Lesen Sie dazu meine Rede bei der Protestveranstaltung in München.
Burnout-Gefahr im G8
Die Qualifikationsphase ist eine Zumutung für Lehrer und Schüler. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
Sitzenbleiben abschaffen!
Fördern statt sitzen lassen lautete die Devise einer sinnvollen Bildungspolitik. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
Eltern unterstützen Bildungsstreik
Auch wenn der Kultusminister das anders sieht: Die Gymnasialeltern Bayern finden den Schülerstreik richtig. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
Eltern und Lehrer unzufrieden mit Gymnasium
Die Gymnasialeltern Bayern und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband sind sich einig: So wie bisher kann es mit dem Gymnasium nicht weitergehen. Lernen ist mehr als nur die Jagd nach Punkten und Noten. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
Elternsprecherseminar
Am 16. Mai bieten wir Ihnen in München ein Seminar für Elternsprecher und Elternsprecherinnen an. Näheres in der Einladung.
Oberstufe mangelhaft
Für die neue Oberstufe stellt die Staatsregierung viel zu wenige Lehrerstunden zur Verfügung. Von Bildungsgerechtigkeit kann keine Rede sein. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
G8 bleibt Sparmodell
Die Kursgrößen, die für die Oberstufe des G8 geplant sind, lassen nur einen Schluss zu: Es soll weiter gespart werden. Lesen Sie dazu unere Pressemitteilung.
Neue Übertrittsregeln sind Augenwischerei
Die neuen Regeln zum Übertritt nach der Grundschule, die Kultusminister Spaenle am 3. März verkündet hat, sind weder neu noch erweitern sie die Mitbestimmungsrechte der Eltern. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
GyB-Positionen 2009
Die Gymnasialeltern Bayern haben auf ihrer Mitgliederversammlung 2009 bildungspolitische Positionen beschlossen.
Weg mit den Studiengebühren
Die Rede der GyB-Vorsitzenden Ulrike Köllner bei der Demo gegen Studiengebühren am 2. Dezember 2008 in München lesen Sie hier.
24. Januar 2009: Seminar für Elternbeiräte an Gymnasien
Seminarprogramm und Anmeldeformular finden Sie hier. Anmeldeschluss: 9. Januar.
24. Januar 2009: Mitgliederversammlung der GyB
Die Einladung zur Mitgliederversdammlung finden Sie hier.
Beim Lehrplan nichts dazugelernt
Das Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen hat den bayerischen G8-Lehrplan kritisiert. Den neuen Kultusminister Spaenke ficht das nicht sonderlich an. Lesen Sie dazu unsere Pressemitteilung.
Koalititonsverhandlungen
Eine sechsjährige Grundschule wäre Unfug, Regionalschulen müssen erlaubt werden, und Schulen brauchen mehr Autonomie. Dazu unsere Pressemitteilung.
Mehrheit der Eltern?
Der Wahlkampf treibt seltsame Blüten. Das Kultusministerium erweckt in der Elternzeitung den Eindruck, dass die Mehrzahl der Elternvertretungen hinter der Bildungspolitik der Staatsregeirung steht. Den größten Elternverband hat man dabei einfach ignoriert. Dazu unsere Pressemitteilung.
Wahlkampfhilfe
Die konservativen bayerischen Eltern- und Lehrerverbände, die der Öffentlichkeit suggerieren, sie verträten die Mehrheit der Lehrer und Eltern, sprechen sich in einem Positionspapier für die Bildungspolitik der Staatsregierung aus. Das ist Wahlkampfhilfe für die CSU und gleichzeitig ein Festklammern an (vermeintlichen) Privilegien. Dazu unsere Pressemitteilung.
Stunden gekürzt, Stoff nicht
Die aktuelle Pressemitteilung zur Stundenkürzung in der 7. Jahrgangsstufe finden Sie hier
Wahlordnung für den Elternbeirat
Gymnasialelternbeiräte brauchen für das kommende Schujahr eine Wahlordnung. Dies ist nach der neuen GSO vorgeschrieben.
Hier ein Muster:
EB-Wahlordnung
Beste Bildung mit Zukunft für Bayern
Demo in Nürnberg
Samstag 26. April, 14-16 Uhr
Die Rede der GyB-Vorsitzenden Ulrike Köllner finden Sie hier
Kneift Beckstein?
Es sieht beinahe so aus, denn er hat für den 26. April zu einer Bildungsveranstaltung nach München eingeladen. Da unsere aktuelle Pressemitteilung
Weiter fröhliches Streichen
Nun wird der Lehrplan gekürzt, doch die Bücher bleiben die alten. Und die Eltern haben endlich genug Zeit für die häusliche Nachhilfe. Dazu zwei Pressemitteilungen:
Pressemitteilung vom 3. April 2008
Pressemitteilung vom 8. April 2008
Intensivierungsstunden stehen nicht zur Disposition
Die Eltern schimpfen über die Belastung im G8, und der Kultusminister will - die Landtagswahl lässt grüßen! - ein paar Stunden streichen. Auf keinen Fall dürfen das die Intensivierungsstunden sein! Dazu unsere Pressemitteilung
Für ein besseres G8
Bundesweit haben sich Elterninitiativen für eine bessere Ausgestaltung des G8 gebildet. Einen Überblick finden Sie unter www.turbo-abi-reform.de
Weniger Stoff und mehr Zeit zum Lernen
Offener Brief an Dr. Günther Beckstein und Siegfried Schneider
Nicht weniger Unterricht im G8
Gemeinsam mit dem Bayerischen Philologenverband sprechen wir uns für eine Beibehaltung der derzeitigen Stundentafel des G8 aus. Stundenkürzungen führen bestenfalls zu einem Verlust der Intensivierungsstunden, die ausgebaut und nicht abgebaut gehören.
Wie geht es weiter nach dem Abi?
Unter www.abi.de/eltern.htm finden Sie Informationen der Bundesagentur für Arbeit für Eltern, die ihre Kinder bei der Studien- und Berufswahl unterstützen wollen.
Halbzeit im G8
Podiumsdiskussion. Veranstalter: Gymnasialeltern Bayern, Landesschülervertretung und Münchner Schülerbüro. Moderation: Christine Burtscheidt (Süddeutsche Zeitung) Einladung.
Lehrplan G8
Das Kultusministerium hat eine Broschüre erstellen lassen, die den Lehrplan des G8 erklärt. Jede Schule erhält mehrere gedruckte Exemplare, auch für den Elternbeirat. Einstweilen können Sie die Broschüre hier als PDF herunterladen. Sie ist ausdrücklich dafür gedacht, das Gespräch zwischen Eltern und Lehrern über den Lernstoff zu unterstützen. Lehrplan-Broschüre (1,7 MB).
Expertenanhörung zum G8
Der Bildungsausschuss des bayerischen Landtags hatte am 5. Juli 2007 eine ganze Schar von Experten eingeladen, um sich über Segnungen und Probleme des G8 informieren zu lassen. Die Vorsitzende der Gymnasialeltern Bayern hat als Gast teilgenommen, hier ihr Kommentar.
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aktualisiert: 27.1.12
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